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Der Fledermausgarten

Der Fledermausgarten

Fledermäuse vertilgen Unmengen an Insekten. In den Abendstunden und in der Nacht  suchen sie Plätze auf, wo diese Leckerbissen in reicher Zahl vorhanden sind. Diesen Umstand kann man ausnützen und Fledermäuse ganz gezielt mit Fledermausgarten anlocken.

 


Was macht einen guten Fledermausgarten aus?

Man muss nur wissen, welche Pflanzen Lockmittel für Nachtfalter und Käfer sind.
Dazu zählen vor allem Pflanzen, deren Blüten hell, weiß oder rosa, violett oder rot sind.
Hervorragend eignen sich die weiße oder die rote Lichtnelke, die Wegwarte oder viele Lilienarten.

Fledermausgarten

Einige Pflanzen, wie die Nachtkerze oder der Boretsch reflektieren ultraviolettes Licht und locken damit die Insekten an. Stark duftende Blüten, wie Rosen, sämtliche Fliederarten oder auch Kräuter wie etwa Schnittlauch, Minze Melisse, Majoran, Thymian (um nur einige zu nennen) ziehen Nachtfalter an. Auch verschiedene Gehölze wie z.B. Obstbäume sind eine beliebte Nahrungsquelle für Insekten und somit auch für Fledermäuse. Auch klein bepflanzte Flächen reichen schon um die Artenvielfalt der Insekten zu erhöhen. Bepflanzte Töpfe auf dem Balkon oder ein Blumen- oder Kräuterkistchen auf der Fensterbank leisten bereits ihren Dienst als kleinen Fledermausgarten. Für kleiner Flächen gibt es eignes dafür vorgesehene Fledermaus-Saatmischungen zu kaufen.

Die in den letzten Jahren so beliebt gewordenen Gartenteiche bieten den Fledermäusen eine weitere Nahrungsquelle, da hier Mücken über die Wasseroberfläche schwirren. Man sollte darauf achten dass die Oberfläche viel Platz bietet, damit die Fledermaus ungehindert die Wasseroberfläche überfliegen kann.

Hinweis: Regentonnen unbedingt abdecken, da hier Fledermäuse ertrinken können.

 


Mein persönlicher Fledermausgarten

Seit drei Jahren habe ich einen Fledermausgarten angelegt, und war erstaunt, wie gut und wie rasch mein Garten Insekten und somit Fledermäuse angelockt hat.
Zuerst habe ich zwei kleine Wasserstellen angelegt, die sofort von unzähligen Tierchen besiedelt wurden. Natürlich auch von Fröschen, die bestimmt auch unzählige Insekten vertilgen.
Ich habe hell blühende Pflanzen und neonfärbige Nelken gewählt, eine Riesenfläche mit Taglilien bepflanzt und einen Teil des vorher kurz gemähten Rasens stehen gelassen.

Fledermaus Garten

Bereits nach drei Jahren hat sich dieser Rasenteil in eine wunderschöne Margeritenwiese verwandelt, die ich allerdings nur zwei Mal im Jahr mähe. Der Flieder sieht auch am Tag toll aus, da sich dort eine große Anzahl an schönen Schmetterlingen tummelt. Rund um unseren Komposthaufen lasse ich Brennnesseln und „Unkraut“ bewusst stehen damit sich auch hier Insekten ansiedeln können.

Fledermausgarten

Alles in Allem kann ich nur jedem empfehlen, sich so einen naturbelassenen bunten Fledermausgarten anzulegen: nicht nur die Fledermäuse werden es uns danken, sondern viele Tier- und Insektenarten; und letztendlich ist es auch für uns Menschen ein herrlicher Anblick.

 

 


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